Die Tiny House Widerstände und der benötigte seelische Ausgleich

31. März 2020Jenny Müller

Erst im vergangenen Jahr las ich von Michael Putz und Tina Strahl (Südwest Presse), die im niederbayrischen Attenhofen ein Tiny House bauen wollten und sich daraufhin plötzlich dem Widerstand von der Nachbarschaft gegenüberstehen sahen. Der Artikel wirft nicht nur bei uns, sondern auch bei einigen Gruppenmitglieder der bekannten Facebook-Gruppe „Tiny House Deutschland“ Fragen auf: Was denn hier los sei? Ob es Neid, Missgunst oder einfach nur Spaß sei, anderen Steine in den Weg zu legen. Und auch, warum die Akzeptanz so klein sei, beim Bauen mal etwas anders zu machen. Und mit ebendiesen Fragestellungen stecken wir auch schon voll im Thema „Tiny House Widerstände und seelischer Ausgleich“.

Tiny House Widerstände aus jeder Richtung

Natürlich sind auch wir bereits reichlichen Tiny House Widerständen begegnet; zumeist verbaler Natur. Diese können von den unterschiedlichsten Richtungen kommen. Oft stammen sie von der eigenen Familie, dem Freundes- bzw. Bekanntenkreis, den Handwerkern unter Ihnen, Ämtern und Behörden oder gehen auf die fehlenden oder falschen Informationen zurück, die den Planungs- und Bauprozess teilweise behindern und/oder verzögern. Dabei möchte ich keine Wertung darüber abgeben, ob entsprechende Einwände berechtigt sind oder nicht. Meist liegt, wie so oft, die Wahrheit in der Mitte. Sich dessen bewusst zu sein, bedeutet bei so einem Projekt aber auch es wirklich zu wollen und damit Widerstandsfähigkeit zu sein und einen langen Atem zu beweisen. Und um dort, wo es angebracht ist, auch Contra zu geben, ist auch hier die geflügelte Weisheit, die auf den englischen Philosophen Francis Bacon (1561–1626) zurückgeht mehr als angebracht:

"Wissen ist Macht"

Das gilt natürlich nicht nur für ein Tiny House oder die Planung daran, kann diesen Prozess aber durchaus vereinfachen. Damit man sich in solch einem Projekt nicht verrennt, haben wir unter anderem eine Top 10 Checkliste für die Planungsphase auf die Beine gestellt.

Oft stellten wir fest, dass wir bei Diskussionen über Gebiete, wo wir eben nicht gründlich genug recherchiert hatten oder uns nur mit gefährlichem Halbwissen rechtfertigen wollten, auf der Beliebtheitsskale nicht grade stiegen. Bei berechtigen Widerständen lautet unsere Empfehlung daher - je nach Sachverhalt – gründliches Überdenken, Überprüfung nach Fakten und im Zweifel die Bedenken sogar zu bestätigen. Im letzten Fall, muss man sich nun – wie vermutlich schon einige Male zuvor – erneut fragen, ob dieses berechtigte Bedenken ein Grund für das Scheitern oder völlige Umstellen des Projektes bzw. der Lebenseinstellung impliziert.

Tiny House Widerstände - Minimalismus und Ökologie mit dickem Geländewagen?

Ein ganz typischer Einwand, sowohl der allgemeinen, als auch unserer Tiny House Fangemeinde, ist immer wieder: „Das Projekt finden wir klasse, vor allem unter dem Anschein des Minimalismus und des Ziels seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Lediglich der fette SUV, den es braucht um euer mobiles Tiny House dann zu ziehen, stört uns an dem Vorhaben.“ Wenn mein Papa mit genau diesem Argument kommt, dann antworte ich immer, dass es leider in der derzeitigen Gesellschaft und auf den Straßen nicht möglich ist, dass Tiny House von einer Herde Pferden ziehen zu lassen. Und fortbewegen müssen wir uns schließlich. Auch in einem angemessenen Tempo. Und die Steinzeit ist auch vorbei. Darüber hinaus ist die Elektromobilität nicht nur umstritten, sondern ferner noch nicht bereit, so ein Koloss von Haus zu ziehen – zumindest, wenn es ansatzweise effizient bleiben soll.

Marco antwortet Kommentaren auf Facebook oder im persönlichen Gespräch gegenüber immer, indem er erklärt, dass unser Hauptgrund nicht darin liege in erster Linie besonders ökologisch oder nachhaltig zu leben/reisen, sondern vielmehr in der zukünftigen Lebensausrichtung. Diese beinhaltet zwar auch Aspekte der Nachhaltigkeit und Ökologie, visiert daneben aber auch Themen wie Minimalismus, Besinnung auf das Wesentliche und Gesundheit. Ohnehin gibt es den absoluten Perfektionismus nicht und solange wir oder die Wirtschaft uns nicht aufmachen, andere Alternativen auf den Markt zu bringen, wird es kein Lebenskonzept - und sei es auch noch so nachhaltig - geben, was nicht auch Einfluss auf unsere Umwelt und damit unsere Welt und Natur hat.

Tiny House Widerstände

Zwischen Achtsamkeit, Selbstreflektion und kollektiver Verantwortung

Wir (genauso wie ihr euch da draußen) sind uns letztlich dann nur eines schuldig: Wir müssen wenigstens unser Bewusstsein dafür schärfen, mit welchen einzelnen Fußabdrücken wir unsere Welt belasten und dafür auch die Verantwortung tragen, bzw. uns fragen, ob wir bereit sind oder bis zu welchem Grad wir bereit sind dafür die Verantwortung zu tragen. Das klingt wie eine große Sache. Und tatsächlich finde ich es fast wichtiger, täglich in diesem präsenten Bewusstsein durch die Welt zu gehen und seine Schritte stets zu hinterfragen.

In der Konsequenz wird das für uns bedeuten, dass wir unser Haus mit dem „dicken SUV“ nur dann damit fortbewegen, wenn wir über eine große Distanz weiterziehen möchten. Sobald wir aber in einem neuen Land bzw. an einem neuen Zielpunkt angekommen sind, werden wir hier natürlich auf die umweltbewussteren Öffentlichen Verkehrsmittel, unsere Fahrräder oder unsere Füße zurückgreifen. Zum aktuellen Zeitpunkt, ist diese Lösung für uns akzeptabel.

Tiny House Widerstände - auch beim Geschäftsmodell

Unser Tiny House ist noch nicht fertig und doch kann ich mir vorstellen, dass es nach der Fertigstellung nicht aufhören wird Ablehnungen zu hageln. Noch dazu wollen wir von unseren Erzählungen und Berichten, etwa wie wir uns minimalisiert haben, wann und wo es Krach gab, aber auch was es insgesamt zu beachten gibt, profitieren. Da sind Widerreden und Befindlichkeiten derjenigen, die uns vielleicht auch mit einer Missgunst (ganz egal woher die rührt) verfolgen, bereits vorprogrammiert. Allerdings ist das Wider unseres Wissens, unserer Standhaftigkeit und unserer gegenseitigen Unterstützung und Reflektion sehr gut zu ertragen und heizt das Thema ja auch irgendwie immer wieder an. Kritik, auch wenn sie mal nicht konstruktiv ist, treibt uns quasi so richtig an. Schließlich wissen wir, dass wir alles für eine gute Sache tun.

Wir sehen uns im Grunde wie ein Online-Fachmagazin für den Bereich Tiny House / alternative Wohnformen und Reisen und die das Thema tangierende Inhalte. Wir berichten stets nach sehr langer und ergiebiger Recherchearbeiten und nehmen uns dabei sogar mehr Zeit als herkömmliche Redaktionen. Letztlich veröffentlichen wir unsere Inhalte wie ein Fachjournalist oder Redakteur nach bestem Wissen und Gewissen und sehen uns daher als qualifizierte Informationsplattform, die sich kritischen Äußerungen stellen muss und berechtigten Einwänden nachgehen sollte, um am Markt bestehen zu können.

Tiny House Widerstände - Fragen und Abweisungen vom eigenen sozialen Umfeld

Doch zugegebener Weise schmerzen die Zurückweisungen aus dem Familien bzw. Freundes- und Bekanntenkreis mehr. In anfänglichen Gesprächen wurde unser Vorhaben gleich mit der Bemerkung „Blödsinn“ abgebügelt. Oftmals bezieht das soziale Umfeld das Vorhaben aber auch direkt auf sich selbst und kommentiert dann mit der Aussage: „So etwas wäre ja gar nichts für mich/uns.“ Und im Grunde sind wir da bei dem typischen Denkmuster „von sich auf Andere schließen“. Hiervon sich wir schon lange nicht mehr so leicht zu beeindrucken, da schon sehr gesetzt und mehr als überzeugt von unserem Projekt.

Zum Klassiker der Tiny House Widerstände gehört außerdem die Frage nach der Nachwuchsplanung. Kinder bräuchten Platz zur Entfaltung, Spielzeug(e), so die landläufige Meinung. Manchmal entsteht dann schon das Gefühl, Kinder bräuchten eine 300m² Stadtvilla für sich alleine. Unserer Meinung nach – alles Quatsch! - Kinder brauchen zunächst einmal nur die Liebe und Zuneigung der Eltern! Und ja, wir möchten Kinder. Anfangen würden wir erstmal mit einem und wann das entscheidet wohl Mutter Natur. Halten würden wir es dann wie die alte Weisheit: „Kommt Zeit kommt Rat.“

Von Freunden wurde uns mit der Frage entgegnet, was wir denn mit dem Tiny House machen wollen. Für uns ein klarer Fall: Darin leben, lieben und reisen.

Warum uns Handwerker immer (!) positiven Input gaben

Handwerker die wir um Rat baten sowohl aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, als auch Fachleuten, die wir über Empfehlungen oder Internetrecherchen konsultierten, begegneten uns auch mit „positiven Widerständen“. Wie ist das zu verstehen? Oft erhielten wir hier verschiedenste Vorschläge, wie sie es umsetzen würden. Entsprechend der Aussage: „Warum macht ihr es denn nicht so?“

Und auch aus Gesprächen mit Handwerker mit negativer Grundhaltung, konnten wir uns schließlich etliche wichtige Informationen erarbeiten. Speziell im Bereich der Energie- und Wasserversorgung merkten wir auch schnell, dass sich einige Handwerker auf dem Gebiet im Zusammenhang mit einem Tiny House und dem Thema Autarkie, teilweise nicht (richtig) oder ungenügend auskennen. Leider führt diese fehlende Expertise (die ja im Grunde nicht schlimm ist) oft nicht zur für uns schlusslogischen Tat á la „Ich kann mich mal schlau machen“, sondern oftmals eher in eine grundsätzliche Abwehrhaltung á la „Blödsinn, macht das anders!“. Schließlich lernten wir schnell zu erkennen, wann der Fachmann eher zum „Typ Vordenker“ gehörte, also lösungsorientiert bzw. vorausdenkend nach der Devise „Wie könnte es gehen“ handelte. Wir hatten schließlich die Herausforderung etwas zu bauen und wollten mehr zum WIE erfahren und nicht zum WIE NICHT.

 

Auf die Sichtweise kommt es an

Das Pendant der „Typ des ewig Gestrigen“, der einem erklärt, warum es eben nicht geht, war für uns eine große Bereicherung. Warum? Und jetzt wird es spannend und psychologisch wertvoll: Indem jemand etwas verweigert, gibt er in der Kommunikation oft einen enormen Input über die Hürden, die es uns oft leichter gemacht haben, zu verstehen, wo die Herausforderungen liegen. So kann man die Tiny House Widerstände auch überwinden.

Von uns nicht direkt als Widerstand verstanden, sondern eher als konstruktiven Austausch, sahen wir die Hinweise und Denkansätze aus unserer Community. Als wir nämlich schließlich anfingen die ersten Videos zu produzieren und zu veröffentlichen, kamen auch einige gute Inputs von den Zuschauern. So wies uns eine Kommentatorin unter einem Video auf die gesundheitlichen Bedenken beim Einsatz der Infrarotheizung durch Strahlungen hin. Diverse handelsübliche Infrarotheizungen, so wies die Zuschauerin uns hin, erzeugen nicht zu vernachlässigbare magnetische Strahlungsfelder (Stichwort: Elektrosmog). Das mussten wir uns als gesundheitsbewusste Menschen unbedingt näher anschauen. Und so begann eine erneute Recherchereise in dieses Thema.

Behördengänge: Oft ist entscheidend, wer am Schalter sitzt

Auf unserem bisherigen Weg (die Firma betreffend: Firmengründung, Finanzamt, … und das Tiny House unmittelbar betreffend: Führerscheinstelle, DEKRA, …) haben wir recht reibungslose Abläufe bei unseren Behördengängen erlebt. Klar sind Ämter oft von Natur aus etwas... zäh. Na ihr wisst schon wie ich es meine 😉

Einmal nur hatten wir einen zweifelhaften Vorfall, der uns kurz in Alarm versetzte:
Bevor wir unseren Anhänger, auf dem das Tiny House später stehen sollte, in den Niederlanden abholen konnten, brauchten wir für die Überführung natürlich ein Kennzeichen. In unserer Kommunikation mit dem Hersteller (in unserm Fall Vlemmix), nahmen wir das als  ein ganz simples Prozedere wahr. Vlemmix ließ uns das sogenannte COC-Papier zukommen (Certificate of Conformity), also zu Deutsch eine Konformitätsbescheinigung. Dieses Zertifikat legt dar, wie sich unser Anhänger zu den anerkannten (internationalen) Normen verhält und vereinfacht damit, den Anhänger zuzulassen, ohne ihn bereits physisch vorzeigen zu können. Der Anhänger war schließlich noch im Produktionswerk, konnte demnach nicht vor die Behörde transportiert werden.

Kaum trat Marco aber an den Schalter der Zulassungsbehörde und trug sein Anliegen vor, fiel der entsprechende Beamte aus allen Wolken: So habe man das noch nie gemacht. Das geht so nicht. Er müsse den Anhänger vor Ort bringen, lies ihn der ungläubig „draufglotzende“ Beamte wissen. Verzwickte Situation: Einen Anhänger, der in einem anderen Land steht, für das man das Kennzeichen beantragen möchte, damit man ihn nach Deutschland fahren kann, vor Ort zu bringen. Das ist sogar für Könner mehr als eine Herausforderung. Marco verstand kurz die Welt nicht mehr; während der verklausulierte Beamte es nicht einmal versucht hatte.
Selbst seine nochmalige Erläuterung des Sachverhaltes, so nüchtern wie möglich, half nicht den Mann zu überzeugen. Und so absurd es klingen mag: Die Situation - sein Abschmettern unseres Anliegens - machte ihn (gefühlt) noch nicht einmal nachdenklich.

 

Jetzt nur nicht durchdrehen

Okay, also: Erstmal raus aus der Behörde. Luftholen! Durchatmen! Telefon zücken und bei Vlemmix anrufen. Dort war man ebenfalls verwirrt und wusste auch keinen Rat. Es sollte doch alles so einfach laufen, Probleme hätte es da noch nie gegeben, sprach es vom anderen Ende der Leitung.
Gut, dann nächster Versuch und diesmal hatte sich Marco vorgenommen standhafter zu bleiben. Also wieder rein in die Höhle des Löwen, neue Nummer ziehen und warten.
Der Zufall wollte es, dass die Nummer, die Marco zog, zu einer Sachbearbeiterin führte. Zum Glück eine Dame, mit freundlicherem und kompetenterem Gemüt. Eben keine Querulantin. Und binnen wenigen Minuten hatte Marco ohne Probleme das Kennzeichen in der Hand.

Manchmal – auch wenn es das, gerade weil wir bei den Behörden doch zumeist alle „Nummern oder Ziffernkombinationen“ sind, nicht mehr geben sollte – hängt es dann doch von der Nase des Gegenübers ab. Gerade wenn es um das Einholen einer Baugenehmigung geht, was in einschlägigen Foren und Interessensgruppe immer wieder bestätigt wird, ist das leider eine der lästigsten Tiny House Widerstände. Gerade wenn es um das Einholen einer Baugenehmigung geht. Und so traurig es auch zu sein scheint: Vitamin B ist auch hier immer noch der beste Garant für eine Entscheidung zu seinen Gunsten.

Fehlende oder ungenau recherchierte Informationen kursieren zuhauf

Am Anfang der Planung eines Tiny House fühlt sich der Laie vermutlich sehr überfordert. Man steht zunächst erstmal vor dem bekannten „bodenlosen Fass“. So ging es uns zumindest. Hat man dann einen Sachverhalt verstanden, tut sich schon das nächste Fragezeichen auf. Die Tiny House Widerstände reißen nicht ab.

Marco mit seinen – wie es selbst sagt - zwei linken Händen und ich ohne wirkliches räumliches Vorstellungsvermögen. Perfekte Voraussetzungen also für ein Projekt dieser Art! Und dann tun die Online-Recherchen in einschlägigen Foren und Sozialen Gruppen noch ihr Übriges, um die Verwirrung teilweise perfekt zu machen.

Hier helfen und halfen uns dann wieder die Fachmänner und Heimwerker aus dem Familien- und Freundeskreis. Hin- und wieder lassen sich vermeintlich unlösbare Schwierigkeiten auch einfach telefonisch klären. Ein Anruf im Bauhandel, beim Statiker oder Zimmermann bringt schon wieder Ruhe in die Sache.

Am Ende einfach die Ruhe bewahren und nach und nach alles abarbeiten. Wie bei jedem anderen Projekt auch. Und: Nie das Pferd von hinten aufzäumen, aber stattdessen sehr vorausschauend planen und handeln.

Und wenn es dann mal wieder besonders schattig ist, im tiefen Tal voller Unwissenheit über diverse Baudetails; einer direkt bekundeten Abneigungen von Freunden/Familie/Fachleuten über unser Projekt oder den einfach zu langsamen Fortschritt, helfen wir uns meistens eigentlich gegenseitig. Wir machen uns einfach deutlich, wie weit wir schon gekommen sind, welche Meilensteine schon hinter uns liegen und das es langweilig wäre, wenn schon alles in Sack und Tüten wäre.

Wie erholen wir uns von den Tiny House Widerständen?

Wenn mal wieder negative Energie auf uns einströmt, dann suchen wir uns einen Ausgleich als Balsam für die Seele. Das kann eine kleine Auszeit im Grünen sein, oder wir nutzen ein verlängertes Wochenende und fahren an die Ostsee. Auch schafft ein Tag an einem der Leipziger Seen schnell Abhilfe, ein gutes Buch oder sich eine Zeit der vitalstoffreichen Vollwertkost zu widmen und für die Woche vorzubereiten. Backen und kochen, bringt gerade bei mir immer sehr viel Entspanntheit in den Alltag.

Wenn die Motivation dann mal wieder sinken sollte und wir doch mal wieder in eine Negativspirale fallen, die manchmal einfach dazu führt, dass die Lust fehlt (zur Planung des nächsten Baustepps, zur Produktion des nächsten Videos, …), dann lassen wir das einfach zu.
Ich habe enorm viel körperlichen Ausgleich. Gehe mehrmals die Woche zum Sport, yogiere gern und ausgiebig, treffen mich gerne mit Freunden, lerne Spanisch und habe die verschiedensten anderen Themen, abseits des Tiny Houses, die mich täglich umtreiben.

Wichtig ist einfach, dass man nicht jegliche sozialen Kontakte kappt, nur um schnell im Projekt voranzukommen, denn nebenbei gibt es ja noch ein Leben, das gelebt werden will. So sehen wir das zumindest. Ich habe daher schon sehr früh aufgegeben Deadlines zu setzen, sondern genieße es eher, wenn es wieder voran geht und freue mich über jeden kleinen Fortschritt.

Das Leben hat so viele aufregende Komponenten, so viele süße Momente, so viele Höhen und Tiefen. Wir genießen alles und wenn wir dann irgendwann in unserem fertigen Tiny House sitzen, am Pelletofen (wenn es einer wird!), dann wartet vermutlich auch schon das nächste Projekt. Denn: Das Leben ist nun mal kein Stillstand.

Bis zum nächsten Mal.
Jenny und Marco


Bildnachweise

  1. Titelbild: Tiny House Tour
  2. Zeitungsausschnitt: www.swp.de
  3. Logo (100%), Jenny in Natur, Marco am Fahrrad, Jenny am Telefon: Tiny House Tour
  4. Holzsäge: www. pixabay.de
  5. Jenny & Marco im Tiny House, Weihnachtsmarkt, Kuss, Fernrohr: Tiny House Tour
  6. Aktenstapel, Warteraum, Lupe mit Stempel: www. pixabay.de
  7. Jenny und Post-It-Wand, Marco und Opa, Jenny als Handwerker, Marco und Jenny am See: Tiny House Tour

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